Zum dritten Mal war die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück mit ihrer Szenencollage „Mein Körper gehört mir“ bei den 3. und 4. Klassen der Grundschule In der Vahr zu Gast.
Durch die Vielschichtigkeit der Darstellung und dem Wechsel von lustigen und spannenden Szenen bot das Stück wichtige inhaltliche Ansatzpunkte zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Sexueller Missbrauch“.
Zwei Schaupielprofis ermutigen die Kinder dazu, ein Gefühl für Grenzüberschreitungen zu bekommen und sich zu trauen, Nein zu sagen.
„Mein Körper gehört mir!“ ist eine interaktive Geschichte, die aus drei Sequenzen besteht, die im Abstand von einer Woche im Klassenverband gespielt werden.
Sie beginnt mit einer Alltagssituation wie dem Haarebürsten und der Sensibilisierung für „Ja- und Nein-Gefühle“.
In der 2. Sequenz stehen Exhibitionisten und Fremdtäter im Vordergrund.
Erst am letzten Spieltag handeln die Szenenfolgen von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich. Ein Junge wird von seinem Onkel missbraucht und vertraut sich seiner Lehrerin an, bei der er schließlich Hilfe findet. Auch Gefahren, die durch Bekanntschaften in Internet-Chats entstehen können, werden durch die Spielszenen aufgegriffen.
Die Schauspieler Sissi Zängerle und Moritz Viebeg führten die Kinder mit Gesprächen, Feedback und Rollenspielen durch die Inhalte.
Die Kinder lernten praktische Strategien, um sich in unsicheren Situationen zu besinnen und drei Fragen zu stellen: Habe ich ein Ja- oder ein Nein-Gefühl?
Weiß ein Erwachsener wo ich bin? Bekomme ich Hilfe, wenn ich sie brauche?
Das Programm zur Prävention von sexuellem Missbrauch läuft im Zweijahres-Rhythmus an der Schule und wird durch eine Spende des Vereins „Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V.“ finanziert.
Mehr Informationen unter
www.tpw.osnabrueck.de
www.mgk-ev.de