Aus den Rahmenbedingungen unserer Schule und der Durchführung der Sprachstandsdiagnostik leiten sich Förderbedarfe ab, denen in der Schule In der Vahr auf vielfache Weise begegnet wird:
• Grundsätzlich erfolgt die Sprachbildung unterrichtsimmanent in allen Fächern und wird durch individualisierte Angebote (z.B. durch eine Sonderpädagogin) ergänzt.
• Seit Februar 2016 gibt es einen Vorkurs, in dem Sprachanfänger*innen unterrichtet werden. Sie lernen ca. sechs Monate (bei Bedarf auch länger) gemeinsam in der Regenbogenklasse und werden schrittweise in ihre zukünftigen Klassen integriert. Die DaZ-Förderung findet in den Klassen weiterhin unterrichtsimmanent statt (s.o.).
• Für die ersten und zweiten Klassen wurde im Schuljahr 2015/16 ein Sprachbildungsband eingerichtet. In dem Sprachbildungsband werden alle Schüler*innen entsprechend ihren Bedarfen unterrichtet. Das Sprachbildungsband findet zweimal wöchentlich in Gruppen mit bestimmten Schwerpunkten (u.a. Leseförderung, freies Schreiben) statt. (aktuelles Konzept des Sprachbildungsbandes s. Anhang)
• Wortspeicher helfen den Fachwortschatz zu bestimmten Themen (in allen Unterrichtsfächern) zu erweitern und zu festigen und werden in den Klassen als Sprachbildungsmittel genutzt.
• Aufgabenstellungen und Inhalte werden bei Bedarf visuell unterstützt.
• Zusätzlich zur Förderung durch den/die Regelschullehrer*in erhält jede Klasse in den ersten drei Schuljahren präventive Förderung durch eine Sonderpädagogin.
• Großer Wert wird auf das soziale Lernen gelegt. Der Morgenkreis (als integrative Sprachförderung) gehört dazu ebenso wie der wöchentliche Klassenrat, und das monatliche Schülerparlament, das Streitschlichter-Projekt und die Friedenstreppe. Neben den konkreten Sprechanlässen übernehmen die Schüler*innen schrittweise auch die (ritualisierte) Leitung.
• Zudem werden kooperative Lernformen (Partnerarbeit, Gruppenarbeit,…) in den Unterricht integriert, um fortwährend sach- und inhaltsbezogene Sprechanlässe für die Schüler*innen untereinander zu schaffen.
• Besonderes Augenmerk liegt auf der Leseförderung. Jede Klasse hat feste Lesezeiten im Leseclub der Schule und eine*n ehrenamtliche*n Lesehelfer*in der Freiwilligen Agentur, der/die zwei Stunden in der Woche mit einzelnen Kindern liest. Es gibt zudem regelmäßige Ausleihzeiten des Leseclubs in den Pausen.
• Es finden regelmäßige Bibliotheksbesuche in der Stadtteilbibliothek statt.
• Einige Schüler*innen nehmen an der wöchentlichen Leseclub-AG (jeweils für 1/2 und 3/4) teil.
• Außerdem findet einmal wöchentlich ein gemeinsamer Singkreis aller Schüler*innen statt, in dem gebärdenunterstützt Lieder eingeübt werden. Hierbei werden auch immer wieder Wortbedeutungen (z.B. älterer Lieder) geklärt. Der Singkreis bietet Raum für regelmäßige Präsentationen (Lieder, Gedichte, etc.)
• Vergleichbar mit dem Singkreis findet auch in der Chor-AG implizite Sprachförderung statt.
• Mehrsprachige Kinder der dritten und vierten Klassen mit erhöhtem Sprachförderbedarf nehmen bei Bedarf am wöchentlichen DaZ-Förderangebot teil.
• Viele Kinder der Schule In der Vahr nehmen am Antolin-Programm teil und nutzen dies auch während der Unterrichtszeit regelmäßig.
• Für Kinder mit einem besonderen Sprachförderbedarf wird gemeinsam mit der Sonderpädagogin und Klassenlehrer*in ein Förderplan erstellt und dessen Erfolg in regelmäßigen Abständen evaluiert.
• Während des gesamten Schuljahres besuchen vier angrenzende Kindergärten mit ihren Vorschulkindern regelmäßig alle ein bis zwei Wochen das schulinterne Mathematik-Studio, das eine Mathematik-Fachkollegin der Schule betreut. Elementarer Bestandteil der Mathematikdidaktik ist die Sprachförderung. Entsprechend umfassen die Angebote Lernsettings, die gezielt sprachliche Aspekte berücksichtigen.